Artikel der Münsterlandzeitung vom 14.11. "ist die Notarzt-Versorgung für Ahaus gefährdet?"

Heiko Nordholt zum Leserbrief von Frau Abbing-Winkelhaus die in der Notfallpflege tätig ist.

Frau Abbing-Winkelhaus ist Fachkrankenschwester für Notfallpflege. Sie weiß also, wovon sie schreibt.

Ich sehe es im Übrigen in vielen Dingen so, wie Frau Abbing-Winkelhaus es darstellt. Das in den Rettungswachen eingesetzte Personal für die Notfallversorgung ist umfassend ausgebildet, durchweg hoch motiviert und macht einen tollen Job. Hierfür zolle ich, die SPD und sicherlich auch alle anderen Politiker und Mitarbeiter der zuständigen Fachabteilungen im Kreis Borken großen, nein größten Respekt.

Wenn diese Haltung zu den Leistungen der Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallassistenten und allen anderen beteiligten Personen nicht deutlich zum Ausdruck gebracht wurde, dann ist es schade und ich hoffe, dass dieser Leserbrief diesen falschen Eindruck korrigieren kann.

In der Sache bleiben wir als SPD allerdings bei unserer Haltung, dass wir eine größtmögliche Präsenz an Notfallmedizinern erhalten möchten. Dass diese Auffassung auch von anderen Medizinern geteilt wird, mag man daran erkennen, dass sich die niedergelassenen Ärzte in Vreden bereit erklärt haben, die Lücke so weit als möglich zu schließen, die durch den einseitig erklärten Abzug des Notfallmediziners für den Bereich Vreden entstanden ist bzw. entstehen wird.

Dass uns in Zukunft immer weniger Mediziner gerade im ländlichen Raum zur Verfügung stehen werden, hat in den letzten Jahren zu einer Vielzahl von Maßnahmen geführt. Im Kreis Borken werden Notfallsanitäter, als höchste nicht akademische medizinische Qualifikation im Rettungsdienst, ausgebildet und das spätere Ziel soll sein, hier eine Qualität zu erreichen, die dem des Notfallmediziners sehr Nahe kommt. Da sind uns die Niederlande ein gutes Stück, oder anders gesagt, einige Jahre voraus.

Etwas geärgert hat mich an dem Leserbrief die absolute Weisheit, mit der die Leserbriefverfasserin auf die SPD eindrischt. Seien sie sicher, dass wir schon wissen, was wir machen, worüber wir reden und ganz bestimmt, worüber wir schreiben. Ich hoffe mal, dass wir nicht dümmer sind wie der "normale" Bürger.

Wir als Kreis-SPD wurden hellhörig, als wir eher beiläufig unterrichtet wurden, dass die bisher vorgehaltene Stelle des Notarztes für Vreden ab dem 01.01.2020 wegfallen soll. Unser Ziel war und ist es, diesen Wegfall - oder Vielleicht auch den Erhalt - so wie es § 12 des Gesetzes über den Rettungsdienst (RettG) vorsieht, in einem verbindlichen Bedarfsplan zu dokumentieren. Alles andere ist nach unserer Auffassung nämlich nicht rechtmäßig.

Ein persönlicher Hinweis sei mir erlaubt. Nachdem das Konzept der Ausbildung zum Notfallsanitäter im Kreis Borken politisch diskutiert und beschlossen worden war, habe ich sehr euphorisch mit meinem Neffen über diese Ausbildung gesprochen. Er war danach so von diesem Beruf angetan, dass er sich unverzüglich auf eine der (zu) wenigen Stellen beworben hat. Leider ohne Erfolg. Er war aber "infiziert" und hat sich so lange bemüht, bis er in Goslar eine entsprechende Ausbildungsstelle bekommen hat. Die Ausbildung hat er übrigens in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen. Nun studiert er Medizin, mit dem Ziel, später einmal Notarzt im Rettungsdienst zu werden.

Heiko Nordholt
Gronau
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreis Borken
Mitglied im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung im Kreis Borken

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