Die SPD-Kreistagsfraktion konnte sich kürzlich mit der ungewöhnlichen Tatsache vertraut machen, dass es mitten im westlichsten Münsterland einen Hohlweg gibt.
Die Rede ist vom "Isinglau" in Schöppingen. Das ist eine schmale Gemeindestraße, die auf die höchste Erhebung des Kreises Borken, den Schöppinger Berg, hinauf führt. In den Blickpunkt der Kommunalpolitik war das etwa 200 Meter kurze Straßenstück geraten, weil es Gegenstand einer Bürgerinitiative und des damit einhergehenden Engagement geworden war.
Beim Besuch vor Ort erfuhren die SPD-Kreistagspolitiker aus erster Hand von den Hintergründen und konnten sich ein konkretes Bild von der Situation machen. Empfangen wurden sie von den beiden Schöppingern Rainer Achterberg, Verwaltungsmitarbeiter im Ruhestand, und Herbert Schürmann, dem früheren Bauamtsleiter der Gemeinde und zugleich Vertreter der Bürgerinitiative.


Folgende Situation hatten die Initiative und Achterberg als Einzel-Antragsteller auf den Plan gerufen: Oberhalb des in Rede stehenden Hohlwegs laufen die Planungen für ein Baugebiet - mit möglicherweise weit reichenden Konsequenzen: Falls "Am Isinglau" als Haupt-Zubringer und Sammelstraße für die Erschließung des künftigen Wohngebiets eingestuft würde, müsste sie dafür aus- und umgebaut werden. Das hieße: Alle Bäume an den seitlichen Böschungen müssten weg, die Böschungen selbst erhielten eine Beton-Armierung. "Dann wäre es mit unserem Hohlweg ein für alle Mal vorbei", sind sich die beiden Schöppinger Aktivisten sicher.
Seit etwa 300 Jahren existiere dieser Weg, berichtete Achterberg. Er habe früher den Ortslandwirten ermöglicht, ihre Felder rund um den Schöppinger Berg zu erreichen und sei seither ein historisch wichtiger Bestandteil der Gemeinde - inzwischen in seiner Einmaligkeit auch zur touristischen Attraktion geworden.
Und die Chancen stehen gut für den Erhalt des Hohlweges: Der Antrag auf Einstufung als geschützten Landschaftsbestandteil ist gestellt, die Gemeinde Schöppingen habe inzwischen auch zugestimmt und werde eine entsprechende Empfehlung an den Kreistag geben, wie die beiden Schöppinger weiter berichteten.
Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Elisabeth Lindenhahn, sprach am Ende dieses informellen Treffens im Sinne ihrer Mitstreiter: "Ich bin froh, dass wir zu ihnen gekommen sind und nun wissen, worüber wir entscheiden."

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